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4.500 Liter Wasserverlust. Jeden Tag. Keine sichtbare Leckage. Keine Hinweise an der Oberfläche.
Mit genau dieser Herausforderung wandte sich im Frühjahr eine Nahwärmegenossenschaft aus Ober Kostenz an GeoFly. Die Situation war kritisch: Trotz des enormen Wasserverlusts ließ sich die Ursache nicht lokalisieren. Gleichzeitig war schnelles Handeln gefragt, um weitere Schäden und Kosten zu vermeiden.
Was zunächst wie ein anspruchsvoller Einzelfall erschien, entwickelte sich für uns zu einem Projekt von weitreichender Bedeutung. Denn die erfolgreiche Leckageortung bestätigt nicht nur neue technische Möglichkeiten bei der Untersuchung kleiner Wärmenetze. Sie bildet zugleich den Ausgangspunkt für eine Innovation, mit der thermale Netzprüfungen künftig deutlich flexibler durchgeführt werden können.
Wenn klassische Verfahren an ihre Grenzen stoßen
Die Ausgangslage war in mehrfacher Hinsicht außergewöhnlich.
Das Nahwärmenetz war vergleichsweise klein. Eine thermale Flugzeugbefliegung wäre für diese Netzgröße weder wirtschaftlich noch technisch sinnvoll gewesen. Gleichzeitig erreichte uns die Anfrage im Mai, zu einem Zeitpunkt, an dem thermale Netzprüfungen aufgrund der steigenden Außentemperaturen üblicherweise nur noch eingeschränkt möglich sind.
Hinzu kam ein weiterer ungewöhnlicher Umstand: Bei einem Wasserverlust von rund 4.500 Litern pro Tag, an einer Stelle, ist häufig mit einem sichtbaren Wasseraustritt zu rechnen. Doch an der Oberfläche war nichts zu erkennen.
Es brauchte also einen anderen Ansatz.
Thermal-Drohne statt Flugzeug
Genau hier kam unsere neu aufgebaute Thermal-Drohnen-Operation zum Einsatz.
Sie ermöglicht es, auch kleinere Nah- und Fernwärmenetze wirtschaftlich und flexibel thermisch zu untersuchen – überall dort, wo eine Flugzeugbefliegung bislang keine praktikable Lösung darstellte.
Nachdem uns alle erforderlichen Eingangsdaten vorlagen, konnten wir den Einsatz innerhalb von nur zwei Wochen realisieren. Die Befliegung selbst war innerhalb weniger Stunden abgeschlossen.
Der entscheidende Faktor: unser neuer Analyse-Workflow
Die eigentliche Herausforderung begann erst nach dem Flug.
Durch die bereits sommerlichen Bedingungen war keineswegs sicher, ob die thermischen Auffälligkeiten überhaupt noch eindeutig erkennbar sein würden.
Genau hier machte sich unser neuer Analyse-Workflow bezahlt.
Er ermöglicht eine deutlich leistungsfähigere Verarbeitung thermaler Drohnendaten und liefert wesentlich aussagekräftigere Ergebnisse als bisher. Dadurch konnten wir trotz der schwierigen Rahmenbedingungen eine konkrete Verdachtsstelle identifizieren.
Unsere Ergebnisse präsentierten wir dem Betreiber direkt vor Ort.
Anschließend wurde genau an dieser Stelle aufgegraben.
Mit Erfolg. Die Leckage befand sich exakt dort, wo unsere Analyse sie lokalisiert hatte.
Für den Betreiber bedeutete das eine erhebliche Zeit- und Kostenersparnis, da auf aufwendige Suchgrabungen verzichtet werden konnte.
Mehr als ein erfolgreiches Kundenprojekt
Für GeoFly endet das Projekt nicht mit der gefundenen Leckage.
Der Einsatz in Ober Kostenz bestätigt erstmals im realen Kundenprojekt, dass unsere Produktionspipeline auch mit Thermal-Drohnendaten zuverlässig funktioniert. Damit können künftig insbesondere kleinere Nah- und Fernwärmenetze wirtschaftlich untersucht werden, einem Marktsegment, das bislang häufig nur eingeschränkt von thermalen Netzprüfungen profitieren konnte.
Darüber hinaus eröffnet unser Analyseansatz neue Möglichkeiten für Netzbetreiber, die bereits über eigene Thermal-Drohnen verfügen oder entsprechende Daten erfassen lassen. Diese Daten können grundsätzlich ebenfalls in unsere Auswertung integriert werden, wodurch sich Aufwand und Kosten einer Untersuchung weiter reduzieren lassen.
Der nächste Schritt: die Tagesgang-Analyse
Der erfolgreiche Einsatz in Ober Kostenz war gleichzeitig die Grundlage für den nächsten Entwicklungsschritt bei GeoFly.
Neben unserem neuen Analyse-Workflow haben wir die Tagesgang-Analyse entwickelt, eine eigenständige Methodik, die die Möglichkeiten thermaler Netzanalysen nochmals erweitert.
Wichtig ist dabei die Unterscheidung: Der neue Analyse-Workflow war die Grundlage für den Erfolg dieses Projekts. Die Tagesgang-Analyse baut darauf auf und eröffnet zusätzliche Möglichkeiten.
Während klassische Auswertungen eine einzelne thermische Momentaufnahme betrachten, analysiert die Tagesgang-Analyse die Veränderung thermischer Signaturen über den Tagesverlauf, differenziert nach unterschiedlichen Oberflächenklassen (Asphalt, Sand, etc.) und im Kontext der jeweiligen Umgebung. Dadurch können unter geeigneten Bedingungen auch bei sommerlichen Temperaturen deutlich belastbarere Aussagen getroffen werden.
Der Nutzen geht dabei über die Leckageortung hinaus. Perspektivisch lassen sich mit dieser Methodik beispielsweise auch Isolationsschäden oder weitere thermische Auffälligkeiten in Wärmenetzen zuverlässiger identifizieren.
Vor allem erweitert die Tagesgang-Analyse das bisher sehr enge Zeitfenster für thermale Netzprüfungen erheblich. Untersuchungen müssen künftig nicht mehr ausschließlich während der klassischen Thermografie-Saison stattfinden. Gerade bei akuten Schadensfällen ist das ein entscheidender Vorteil, denn Wasserverluste richten sich nicht nach dem Kalender.
Mit dieser Methodik positioniert sich GeoFly als einer der technologischen Vorreiter im Bereich thermaler Netzanalysen und schafft neue Möglichkeiten für Netzbetreiber, ihre Infrastruktur wirtschaftlicher, flexibler und zukunftssicher zu überwachen.
Sie möchten wissen, welche Möglichkeiten Ihr Wärmenetz bietet?
Ob kleines Nahwärmenetz, großes Fernwärmenetz oder bereits vorhandene Thermal-Drohnenaufnahmen – wir prüfen gemeinsam mit Ihnen, welche Vorgehensweise für Ihr Netz technisch und wirtschaftlich den größten Mehrwert bietet.
Sprechen Sie uns an. Gemeinsam finden wir die passende Lösung für Ihr Wärmenetz – präzise, effizient und mit modernster thermaler Analysetechnologie.
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